Land und Wasserreserven werden immer mehr zu einem der höchsten Güter dieses Planeten. Deshalb schrecken korrupte Regierungen und skrupellose, gierige, weltweit operierende Unternehmen zunehmend nicht mehr vor räuberischen, gewalttätigen Maßnahmen zurück, um sich zu bereichern. Die jüngsten Landräubereien in Kambodscha, die den bescheidenen Wohlstand vieler Bauern zunichte machten und sie jeglicher Existenzgrundlage beraubten, sind Zeugnis dafür. Daran beteiligt ist ein thailändischer Konzern, der im großen Stil Zuckerrohrkulturen anbaut, und die Bauern mit Hilfe des Militärs vertreiben liess. Dahinter stehen aber auch Großinvestoren, wie beispielsweise die Deutsche Bank mit ihren DWS-Fonds, wie “Report Mainz” recherchiert hat.
Diese Entwicklung ist mit großer Besorgnis zu betrachten, da Land und auch Wasser knapper werden, werden wir es mit mehr und mehr Verteilungskämpfen zu tun bekommen. China ist eines dieser hungrigen Raubtiere, das zunehmend große Flächen in Afrika aufkauft und sich damit das Überleben des eigenen, stetig wachsenden Volkes sichern will.
Es sind die reichen Länder, die sich Ressourcen in den Entwicklungsländern erkaufen wollen, und die dabei oft unter der Flagge der „Entwicklungshilfe“ oder „Investitionshilfe“ für die jeweiligen Länder segeln. Das mag auch zutreffend sein für einige der global operierenden Unternehmen und zeitweilig für die jeweilig betroffene Landbevölkerung zum Besseren führen. Vorrangig sind jedoch weitgehend eigene Interessen der Unternehmen und jeweiligen Regierungen. Das heißt, Nahrung für das eigene Land, erhöhtes Kapital und Devisen durch aggressiven, keineswegs umweltschonenden Anbau. Nach uns die Sintflut ist im wahrsten Sinne des Wortes das Motto, das vielen dieser „Ankäufe“ zugrunde liegt.
Regierungen der Entwicklungsländer, die das zulassen, untergraben die Existenzgrundlage ihres eigenen Volkes. Ganze Heerscharen von Kleinbauern werden in die Armut und Hoffnungslosigkeit gestürzt. Böden werden gnadenlos ausgebeutet und erodieren. Land wird weniger und weniger… und im Jahr 2050 wird dieser Planet prognostizierte 9 Milliarden Menschen zu ernähren haben. Wird dieses Raubrittertum aufzuhalten sein im globalen Kampf um Ressourcen?
Nur wenn eine Umkehr im Denken stattfindet, werden Kriege um Wasser und Nahrung aufzuhalten sein. Wir alle bewohnen diesen wunderbaren Planeten und sollten in die Zukunft denken, in der wir und unsere Kinder und Enkel gesund leben wollen. Wasser ist zwar inzwischen zum Menschenrecht deklariert worden, dennoch wird Wasser vielerorts privatwirtschaftlich “verwaltet”, d.h. es ist mehr und mehr ein Mittel zum Profit geworden. Nicht nur Regierungen und Firmen müssen ethische Standards einführen, jeder einzelne sollte sich interessieren, wie mit den knapper werden Ressourcen unserer Heimat umgegangen wird. Wie die “Occupy Wallstreet”-Bewegung zeigt, können sich Menschen in der ganzen Welt solidarisieren und etwas bewegen. Gemeinsam sind wir stark und können Dinge verändern, die jeden von betreffen -früher oder später. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die netten Aliens kommen und uns retten, wenn unserem Planeten die Luft ausgeht.
Heida Berts spitze Feder
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